Präzise Sandklassierung im Nassverfahren
Die Anforderungen an die Qualität von Sanden haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig unterliegen natürliche Rohsande häufig Schwankungen in ihrer Kornzusammensetzung.
Der WIMA Sandklassierer ist eine bewährte Lösung zur hydraulischen Klassierung von Sand im Nassverfahren. Er ermöglicht die Herstellung von Sanden mit definierter Sieblinie und reproduzierbarer Qualität – auch bei wechselnder Rohmaterialzusammensetzung.
Warum Sandklassierung?
Sand ist kein homogenes Naturprodukt. Schwankungen im Kornspektrum, insbesondere im Feinanteil, wirken sich direkt auf die Qualität nachfolgender Produkte wie Beton- oder Mörtelsande aus. Eine reine Siebung reicht in vielen Fällen nicht aus, um die gewünschte Kornzusammensetzung zuverlässig einzuhalten.
Sand ist kein homogenes Naturprodukt. Abhängig von Lagerstätte, Abbau und Voraufbereitung schwankt das Kornspektrum, insbesondere im Feinanteil. Diese Schwankungen wirken sich direkt auf die Eigenschaften nachfolgender Produkte wie Beton- oder Mörtelsande aus.
Eine reine Siebung ist in vielen Fällen nicht ausreichend, um diese Unterschiede zuverlässig auszugleichen. Die Sandklassierung ermöglicht es, einzelne Sandfraktionen gezielt zu trennen und anschließend kontrolliert zu einem definierten Endprodukt zusammenzusetzen. Dadurch kann eine gleichbleibende Produktqualität unabhängig von natürlichen Schwankungen im Rohmaterial erreicht werden.
Funktionsprinzip der Sandklassierung
Das Sand-Wasser-Gemisch wird in einen wassergefüllten Klassierbehälter eingeleitet. Die Trennung der Korngrößen erfolgt über die unterschiedliche Sinkgeschwindigkeit der Sandkörner. Grobe Bestandteile setzen sich schneller ab als feinere Partikel und werden in unterschiedlichen Zonen des Klassierers erfasst.
Der Klassierbehälter ist in mehrere Kammern unterteilt. In den vorderen Kammern wird zusätzlich Aufstromwasser eingeleitet, um die Trennschärfe zu erhöhen und ein vorzeitiges Absetzen feiner Bestandteile zu verhindern.
Der Austrag der einzelnen Fraktionen erfolgt über mehrere Ventilstationen am Boden des Klassierers. Die zeitlich gesteuerte Kombination der Austräge bestimmt die resultierende Sieblinie des Endprodukts.
Steuerung und Produktregelung
Die Steuerung des WIMA Sandklassierers ist darauf ausgelegt, auch bei stark schwankender Aufgabe eine konstante Produktqualität sicherzustellen. Auf Basis der erfassten Materialströme und der vorgegebenen Ziel-Sieblinien werden die Öffnungszeiten der Austragsventile automatisch berechnet und angepasst. Schwankungen im Rohmaterial wirken sich dadurch nicht direkt auf die Produktzusammensetzung aus. Produktwechsel oder Anpassungen an neue Anforderungen können über die Steuerung umgesetzt werden, ohne mechanische Umbauten vornehmen zu müssen.
KEY FACTS.
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Klassierprinzip
hydraulische Sedimentationsklassierung
Integration
Neu- und Bestandsanlagen (Retrofit geeignet)
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Produkte
2 kontrollierte + 1 unkontrolliertes Produkt
Regelung
automatische Sieblinienregelung
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Reproduzierbare Produktqualität
Durch die regelbasierte Anpassung der Austragszeiten bleibt die eingestellte Sieblinie auch bei schwankender Rohmaterialzusammensetzung stabil.
Gezielte Beeinflussung des Feinanteils
Der Feinanteil kann über die Klassierung und die Aufstromzonen kontrolliert geführt werden, ohne mechanische Eingriffe am Prozess vornehmen zu müssen.
Gezielte Beeinflussung des Feinanteils
Das Material wird bevorzugt den kontrollierten Produkten zugeführt; der Anteil unkontrollierten Materials wird dadurch auf das technisch notwendige Minimum reduziert.
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Stabiler und überwachter Prozess
Die kontinuierliche Erfassung des Materialanfalls und die automatische Regelung der Ventilöffnungszeiten sorgen für einen gleichmäßigen und nachvollziehbaren Betrieb.
Anpassung an unterschiedliche Anlagenleistungen
Durch unterschiedliche Baugrößen und Ausführungen kann der Sandklassierer an den erforderlichen Durchsatz und die vorhandene Anlagenstruktur angepasst werden.
Retrofitting
Das Klassierprinzip ist unabhängig von vorgeschalteten Maschinen und ermöglicht die Integration in Neu- und Bestandsanlagen ohne grundlegende Änderungen am Anlagenkonzept.
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Der WIMA Sandklassierer ist in verschiedenen Baugrößen erhältlich. Die Ausführungen unterscheiden sich insbesondere in der Länge und Breite des Klassierbehälters sowie in der Anzahl der Ventilstationen.
Die Auslegung erfolgt projektbezogen und orientiert sich an:
gewünschtem Durchsatz
Rohmaterialeigenschaften
erforderlicher Trennschärfe
Anforderungen an die herzustellenden Produkt-Sieblinien
Durch diese skalierbaren Baugrößen kann der Sandklassierer sowohl in kleineren Anlagen als auch in leistungsstarken Aufbereitungsprozessen eingesetzt werden.












Retrofit- und Nachrüstfähigkeit!
Der WIMA Sandklassierer eignet sich sowohl für Neuanlagen als auch für die Nachrüstung bestehender Nassaufbereitungsanlagen. Das Klassierprinzip ist unabhängig von vorgeschalteten Sieb- oder Waschstufen und kann flexibel in bestehende Prozessketten integriert werden.
Auch bei späteren Änderungen im Anlagenkonzept oder bei wechselnden Rohmaterialien kann der Sandklassierer über die Steuerung angepasst werden.
Entdecken Sie Ihre Möglichkeiten mit WIMA.
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